Analfixiertes Kasperltheater


Reportage: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Hass oder Spaß? Das Wiener Rockkabarett Die Hinichen holte sein von den Grünen verhindertes Weihnachtskonzert nach

Das Konzert der Wiener Band Die Hinichen fand letzten Freitag in einem Gasthaus inmitten einer Schrebergartensiedlung statt. Durch den verschneiten Gastgarten des Schutzhauses Zukunft stapften die Besucher zu dem holzgetäfelten Festsaal und nahmen an den langen Reihen aneinandergeschobener Tische Platz. An den Lampenschirmen hingen Fichtenzweige, die Reste der Weihnachtsdekoration, auf den Tischen lagen weiße Decken.

"Für frigide Hausfrauen und Berufsschwuchteln ist dieses Konzert nicht geeignet“, begrüßte der Sänger der "ordinärsten Band Österreichs“ sein Publikum und sang zum Auftakt einen Song über stinkende, linke Liedermacher, die sich nicht waschen und Bob Dylan verehren.

Die sexistischen Texte der Band hatten kurz vor Weihnachten zum Protest der in Wien mitregierenden Grünen geführt. "Menschenverachtend!“, urteilte der Kulturpolitiker Klaus Werner-Lobo.

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