Schwerer Schrott und flotter Frisurenwechsel

Feuilleton | Theaterkritik: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Ganz schön heavy: Anne Habermehls Familiensaga "Luft aus Stein“ wurde am Wiener Schauspielhaus uraufgeführt

Was ist denn da für ein Trümmerteil auf die Bühne gekracht? Sieht aus wie eine alte Waschmaschine. Oder irgendein rostiges Weltkriegsrelikt. Es könnte sich aber auch um einen riesigen, ausrangierten Studioscheinwerfer handeln. Um es vorwegzunehmen: Der Schrott auf der Bühne wird weder erklärt noch kommentiert. Und im Laufe des 90-minütigen Theaterabends kommen noch eine ganze Menge Trümmer dazu - auch solche, die man nicht anfassen kann: Familienschrott.

Anne Habermehls Stück "Luft aus Stein“ ist ein Auftragswerk des auf zeitgenössisches Texttheater spezialisierten Wiener Schauspielhauses. Habermehl hat bei der Uraufführung auch selbst Regie geführt, also darf man davon ausgehen, dass hier alles einigermaßen so läuft, wie sich die deutsche Autorin - Jahrgang 1981 - das vorgestellt hat.

Und vorstellen muss man sich einiges bei dieser Familiensaga, deren Stationen vom


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige