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Feuilleton | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Kurz besprochen: aus heimischem Anbau - in Kärnten verlegt und vorgelesen

Märchen

Joe Berger: Von Bestsellern und riesengroßen Brüsten. Ritter, 309 S., € 18,90

Ein Mann wie Joe Berger (1939-91) wäre im heutigen Literaturbetrieb ein Alien. Aber auch zu seiner Zeit war der Wiener ein Außenseiter und mehr für seinen exzessiven Lebenswandel als für seine Bücher bekannt, von denen zu Lebzeiten auch nur vier veröffentlicht wurden. Aus zwei davon, den "Märchen für Konsumkinder“ (1977) und den "Märchen für die Satten und die Irren“ (1990) sowie unveröffentlichten Texten aus dem Nachlass haben die Germanisten Thomas Antonic und Julia Danielczyk "Von Bestsellern und riesengroßen Brüsten“ zusammengestellt.

Es sind Travestien bekannter und weniger bekannter Märchen, deren Stoßrichtung sich unschwer als gesellschaftskritisch und satirisch erkennen lässt. Manches in dem Band hat inzwischen etwas Patina angesetzt, während Bergers Kritik an der politischen Klasse und noch mehr


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