Wie man ein Produkt ruiniert

Stadtleben | Analyse: Johann Skocek | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

ÖFB und Fußball-Bundesliga: zwei Fremde in einem Bett

Die österreichische Fußball-Bundesliga betreibt in zwei Ligen 20 Profiklubs. Die Elite-Liga ist nach ihrem Bewerbssponsor, einer Tochter der Österreichischen Lotterien, "Tipp 3“ benannt. Die zweite Leistungsstufe heißt "Heute für Morgen Erste Liga“ und hat seit vier Jahren keinen Sponsor. Der zweitbeste Artikel des heimischen Liga-Kicks besitzt somit keinen Marktwert.

Ein von Medien und Fans geschätztes Produkt wird offenbar systematisch heruntergewirtschaftet. In den Verhandlungen um einen TV-Vertrag vertreten große Klubs wie Rapid ihre Partikularinteressen statt die Liga. Dazu kommt, dass der ÖFB unter Generaldirektor Alfred Ludwig die Nationalmannschaft nicht im Paket mit der Liga vermarkten will. Aus Gründen, die wohl nur die ÖFB-Chefetage versteht.

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger, Ludwig und die Liga sind sich nur darin einig, den ORF am TV-Live-Paket zu beteiligen. Der ORF reibt sich die Hände: divide et impera,


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