Im Zentrum der U-Macht

Stadtleben | Besuch: Birgit Wittstock | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Was in der Leitstelle der Wiener Linien passiert, während die U-Bahnen ihre Runden drehen

So mag es Andrea Hering - "ja, so wie der Fisch“ - am liebsten: wenn die kleinen roten Stricherln im Sekundentakt über ihre riesigen Monitore zuckeln. So lange dies passiert, kann sich Hering getrost in ihren dickgepolsterten Sessel aus Kunstleder lehnen, Berichte schreiben und mit ihren Kollegen scherzen, denn dann weiß sie, alles ist gut. Ungut wird es, wenn die Stricherln auf den Bildschirmen nach einem kurzen Abbremsen unter diversen Druckbuchstabenkürzeln nicht mehr in Fahrt kommen wollen. Noch unguter, wenn das Telefon auf Herings Tisch läutet. Das kann nur eines bedeuten: Probleme.

Andrea Hering, 36, ist Leitstellenmitarbeiterin der Wiener Linien. In der Erdberger Zentrale überwacht sie, wie die U-Bahnen, in Form von kleinen roten Stricherln, täglich viele hunderttausende Passagiere von A nach B chauffieren - oder wie im Fall der von ihr kontrollierten Linie U4 etwa von UV (Unter-St.-Veit)


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