Kritiken

Sibel will leben. Das wird nicht gutgehen

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Ein Abrutschen, ein tiefer Fall und am Ende ein harter Aufprall: Die Selbstmordversuche scheitern, die Liebe auch. Das war im Film "Gegen die Wand“ von Fatih Akin so und das ist in der nach Wien verlegten Theaterfassung von Leila Abdullah und Alexander Simon genauso. Die Türkin Sibel (Zeynep Buyraç) und der Türke Cahid (Harald Windisch) lernen sich auf der Baumgartner Höhe kennen. Sie gehen eine Scheinehe ein, damit Sibel - weg von ihrer konservativen Familie - endlich tanzen, leben und ficken kann. Dass das nicht gutgehen wird, ist von Anfang an klar: Ständig wird gegen eine Wand aus dreckigen Schaumstoffmatratzen gelaufen. Dazu wird Türkenpop und Clubmusik gespielt. Die Schauspieler sind gut, und der fliegende Clownsfisch zum Schluss ist ein schönes Gadget, in einer passablen Inszenierung.

Garage X, Do 20.00


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