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Beppi und Sepp heben zum letzten Mal ab

Lexikon | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Mit dem harten Bauerndrama "Stallerhof“ gelang dem bayerischen Dramatiker Franz Xaver Kroetz 1972 der Durchbruch. In knappen, wortkargen Szenen erzählt er von Beppi, der "zruckbliebenen“ Tochter des Stallerbauern, die vom alten Knecht Sepp geschwängert wird. Vor zwei Jahren bewies Regisseur David Bösch mit seiner Inszenierung, dass das Stück immer noch funktioniert. Das Arte-povera-Bühnenbild (Patrick Bannwart) wird von einem riesigen Kruzifix dominiert; die bewusst holzschnittartige Dramaturgie der Vorlage wird überzeichnet, aber nicht ironisch gebrochen. Bösch erzählt "Stallerhof“ - samt der Fortsetzung "Geisterbahn“ - als elementare Romanze unter Urmenschen: ich Beppi, du Sepp. Sarah Viktoria Frick und Johannes Krisch sind ein eigentlich unmögliches, aber ganz wunderbares Paar; diese Woche zum letzten Mal! WK

Akademietheater, Mo 19.30


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