Kabarett  Kritik

Sprache verspielt, Wort entwitzt

Lexikon | Peter Blau | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Ludwig Müller tritt auf der Stelle

Mitte der 1990er wurde Ludwig Müller mit erfrischend versponnenen Sprach- und Wortspielen, Akzent- und Dialektparodien bekannt. Eigentlich mehr ein Autor der kleinen, komischen Formen als einer, dem dramaturgische Bögen wichtig waren. Irgendein inhaltliches Konstrukt musste halt zumeist her, um seine Verse und Sketche als Programm zu präsentieren. Viel verändert hat sich seither nicht. Im neuen Solo "Herr Müller und die Dönermonarchie“ dienen ein ländlicher Lyrikwettbewerb und die Multikulti-Nachbarschaft am Yppenplatz als Transportmittel für Sprach- und Wortspiele, Akzent- und Dialektparodien. Erfrischend ist das nicht mehr. Eher ermüdend. Es wächst kaum Witz, wo einer auf der Stelle tritt.

Theater am Alsergrund, Fr, Sa 19.30


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