Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Herausgebers

Vernichten die Alten die Demokratie? Nein. Die Jungen sind zu alt

Thurnher | Armin Thurnher | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Zurzeit haben wir also wieder einmal Generationenkonflikt. Angeblich. Die Alten sind abstimmen gegangen, die Jungen weniger, und so haben die alten Hunde den jungen Spunden den Präsenzdienst weiterhin aufs Auge gedrückt. Wie hier schon letzte Woche analysiert, mag diese generationenübergreifende Häme nach dem Muster "was mir nicht geschadet hat, wird dir auch nicht schaden“ bei der Heeresvolksbefragung eine Rolle gespielt haben.

Gewiss war die nicht so entscheidend wie das Desinteresse jener Jungen, die nicht mitstimmten. Oder sind sie alle meinem Aufruf gefolgt, nicht hinzugehen?

Läppisch, deswegen jetzt von einer Art Minderheitenschutz für "die Jugend“ zu reden, die immer überstimmt werde. Die Volksbefragung taugt aus verschiedenen, an dieser Stelle bereits dargelegten Gründen für demokratiepolitische Erörterungen nicht. Weil ihre Fragestellung nichts wert war und weil die dahinterliegenden gesellschaftlichen Fragen damit nicht entscheidbar gemacht, sondern zugedeckt wurden.


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