Das Comeback von Keynes und Tobin

Meinung | Kommentar: Christian Felber | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Elf EU-Staaten wollen nun eine Finanztransaktionssteuer einführen. Doch der Teufel steckt im Detail

Sir John Maynard Keynes wird sich jetzt im Grab vielleicht ein Pfeifchen anzünden. Und James Tobin wird sich vielleicht seine müden Knochen massieren.

Gute Ideen benötigen manchmal viel Zeit, bis sie verwirklicht werden. Bei der Finanztransaktionssteuer war es vergangene Woche so weit: Elf EU-Finanzminister gaben grünes Licht, um in einer "Verstärkten Zusammenarbeit“ diese Steuer als "Pioniergruppe“ einzuführen.

Zur Vorgeschichte: Der britische Ökonom Keynes erkannte schon in der Großen Depression der 1930er-Jahre, dass der hektische Börsenhandel nicht Investition und Finanzierung fördert, sondern wilde Spekulation und Krise. Er schlug deshalb vor, "to marry investors to their assets“, also das langfristige Halten von Wertpapieren günstiger zu machen als deren hastiges Ankaufen und Abstoßen.

Als aus der Krise, die Keynes zu seinen Ideen inspiriert hatte, ein Weltkrieg wurde,


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