Kolumne  Außenpolitik

Warum ausgerechnet David Cameron die EU retten könnte


Raimund Löw
Meinung | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

In Downing Street 10 feilte man noch eifrig an der Europarede des Premiers. Da schickte Hillary Clinton ihren für die EU zuständigen Staatssekretär nach London. Der ließ eine diplomatische Bombe platzen.

Den erstaunten Briten, die so unverblümte Ratschläge nicht gewohnt sind, teilte Philip Gordon mit, dass die USA einen EU-Austritt Großbritanniens ganz und gar nicht goutieren würden.

Für die Vereinigten Staaten sind die privilegierten Beziehungen zum Vereinigten Königreich wertvoll, weil London zur Europäischen Union gehört.

Die britische Presse tobte. Eine direkte Einmischung in die eigene Souveränität verbat man sich. Cameron selbst gab wenige Tage später seiner Rede einen grundlegend EU-freundlichen Spin. Die von den Briten verlangte Repatriierung von Kompetenzen der Union sei im Interesse aller Europäer, ließ der Premierminister wissen.

Die amerikanische Warnung war ein echter Freundschaftsdienst. Sie hilft Großbritannien zurück auf den Boden der Realität. Das britische

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