Her mit der Marie!

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Rechnungshof gegen Maria Fekter: Die Beschuldigte zieht es vor zu schweigen. Nun zerrt die Opposition die Finanzministerin in den Nationalrat

Die Leute vom Rechnungshof sind ja einiges gewohnt. Als die Prüfer etwa Erwin Prölls Spekulationsgeschäfte mit Wohnbaudarlehen kritisierten, schimpfte der schwarze St. Pöltner Landesfürst auf die "weltfremden Herrschaften im Glasturm“. Die Kontrollierten entdecken, dass man Kontrollore öffentlich diskreditieren kann.

Auch das Innenministerium pflegt diese neue Usance. Als der Falter vergangene Woche den vernichtenden Rohbericht des Rechnungshofs zur Vergabe von Beratungsleistungen in der Ära Maria Fekters und Günther Platters veröffentlichte, höhnte ein Sprecher des Innenministeriums, der Bericht komme im Status einer "Diskussionsgrundlage“ daher und sei "völlig veraltet“. Fekter selbst schwieg. Sie wollte sich nicht einmal mehr daran erinnern, ob sie eine Strategieberatung um 250.000 Euro Steuergeld bei der Werbefirma ihres Parteifreunds


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