Zwitscherfeminismus, yeah! #Aufschrei

Politik | Fragestunde: Sibylle Hamann | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Hier ein Pograpscher, dort ein anzüglicher Witz vom Chef: Tausende Frauen deponieren auf Twitter ihre Erfahrungen mit Alltagssexismus. Die Anatomie einer Erregung

Journalistin Laura Himmelreich schreibt in der aktuellen Ausgabe des deutschen Magazins Stern über FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle. Sie erzählt darin, wie er ihr zu später Stunde an der Hotelbar zu nahe kam und anzügliche Bemerkungen fallenließ. Himmelreichs Text hat eine Debatte über Sexismus ausgelöst, zuerst im sozialen Netzwerk Twitter. Unter dem Schlagwort #Aufschrei twitterten plötzlich tausende Frauen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Sexismus. Nun schwappt das Thema von Twitter auf die Massenmedien über. Sechs Punkte zu einer notwendigen Debatte.

1. Ist es grundsätzlich wichtig, über Sexismus zu reden? Ja. Sexismus hat, anders als das Wort vermuten ließe, wenig mit Sex zu tun, aber viel mit Macht. Die einen (meistens Männer) versuchen dabei, anderen (meistens Frauen) eine Rolle zuzuweisen, in der

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