Links rum, rechts rum: Die Ballsaison ist diesmal ganz schön politisch

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Für die einen sind Bälle vorgestriger Schnickschnack, für die anderen einfach nur ein großes Faschingsfest. Und dann gibt es jene, die nehmen sie auch als gesellschaftliche Manifestation wahr, als Gradmesser dafür, wer was gilt und wer wo repräsentieren darf. Zu Letzterem wurde dieses Jahr der Ball der Wiener Universität für Bodenkultur, der vergangenen Donnerstag in der Wiener Hofburg stattfand.

Geplant war das nicht. Denn eigentlich hätte der Boku-Ball am 1. Februar, dem Freitag vor den Semesterferien, stattfinden sollen. Dieser besonders beliebte Termin war von den Hofburg-Betreibern auch schon vor Jahren zugesagt worden, behauptet die Hochschülerschaft. Bis er dann vor knapp einem Jahr ohne Absprache verschoben und dem sogenannten "Akademikerball“ zugeteilt wurde. Er wird von der Wiener FPÖ organisiert, und zwar vom gleichen Mann, der früher den umstrittenen - und stets von Demonstrationen begleiteten - Wiener Korporationsball managte.

All das fand die traditionsreiche Boku dann mehr als seltsam und kritisierte es auch ganz offen bei den Eröffnungsreden. Dafür gab es viel Applaus - und dann Linkswalzer. F

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