Geschrieben wird ab Mitternacht

Stadtleben | Reportage: Christoph Heshmatpour | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Aufstrichbrötchen und Aufsätze: "Nachtschicht @ Uni-Bibliothek“, die betreute Semesterabschlusspanik

Manche Dinge ändern sich nie. Zum Beispiel, dass im Jänner am Semesterende Abgabefristen für Diplomarbeiten, Seminararbeiten oder Bachelorarbeiten anstehen, die plötzlich viel zu knapp sind, weil man vorher andere Dinge zu tun gehabt hat. Eine Woche vor Abgabe dann die Panikattacke: In einer Nacht- und-Nebel-Aktion werden wahllos Bücher ausgeliehen, es wird wild zusammenzitiert und in mehreren durchwachten Nächten ein leidlich wissenschaftlicher Text gebastelt.

Die große Semesterabschlusspanik ist eine allsemesterliche Konstante in den Universitätsbibliotheken, die jene der Uni Wien nun hochoffiziell institutionalisiert hat. Seit mittlerweile zwei Jahren veranstaltet sie zum Semesterende eine "Nachtschicht @ UB“. In der letzten Semesterwoche bleibt eine Bibliotheks-Zweigstelle die ganze Nacht geöffnet, den Verzweifelten steht zusätzlich zur abgeschafften Sperrstunde umfassende


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