Des Lagers dritter Teil

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Das Radlager zog wieder einmal um. Und ist jetzt - Surprise! - ein echtes Lokal

Könnte sein, dass es zu Unfällen kommt. Weil in der Auslage des neuen Radlagers nämlich so ein sagenhaft attraktives Somec-("Società Meccanica“-)Rennrad hängt, mit funkelndem Campagnolo-Christbaumschmuck, creme-weiß lackiertem Stahlrahmen, chromblitzender Gabel und dunkelbraunem Wildledersattel. Und auf der anderen Straßenseite halt der Margaretenstraßen-Operngassen-Radweg vorbeiführt, der als doch eher schnelle Verbindung bekannt ist, und man da halt einfach rüberschauen muss ...

Das Radlager ist also wieder einmal umgezogen. Nach der so ungeheuer charmanten und improvisiert wirkenden Höhle in der Windmühlgasse, von deren Decke ab 2007 die schönen Radklassiker hingen, und nach dem Nachfolge-Radlager in einem ehemaligen Copyshop in der Westbahnstraße, die es ab Sommer 2011 an cooler Shabbyness zwar nicht fehlen ließ, im Winter aber halt nicht zu heizen war, jetzt an überraschend innerstädtischer


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