Wenn ein Monolog zum Solo wird

Lexikon | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Katja Kolm ist aufdringlich

Theatermonologe lassen die Personen, die sie halten, immer ein bisschen crazy aussehen. Auch "Meine gottverlassene Aufdringlichkeit“ von Christoph Nußbaumeder auf der Studiobühne des Schauspielhauses macht da keine Ausnahme. Es geht um die Befindlichkeiten einer Frau um die 30, die sich in ihrer Wohnung einigelt, Katalogtexte für ein Auktionshaus verfasst, den Job scheiße findet und den Nachbarn nicht reinlässt, weil sie womöglich Angst vorm Dialog hat. Wohlstandsprobleme. Dass die Sache nicht gar so verrückt wirkt, liegt an Schauspielerin Katja Kolm und Regisseurin Daniela Kranz, die den Monolog zu einer Art Konzert machen; einem Solo, an dessen Ende sogar gesungen wird. Empfehlung.

CHRISTOPHER WURMDOBLER

Schauspielhaus, Nachbarhaus, Fr, Do 20.00


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