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Makel als Kunst: der Performer Leigh Bowery

Lexikon | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Robin Beeche: "Evening Wear“, 1986

Er nannte sich selbst eine Leinwand. Leigh Bowery (1961-1994) war Selbstdarsteller, ein wandelndes Kunstwerk der Londoner Subkultur der 1980er-Jahre. Sein üppiger Körper diente ihm als plastischer Werkstoff, den er mit schrägen Modeentwürfen und Materialien wie Farbe, Tüll, Pailletten und Satin in Szene setzte. "Wir anderen nutzten Drag und Schminke, um unsere Makel und physischen Defekte zu kaschieren. Leigh machte sie zum Brennpunkt seiner Kunst“, meinte der Popmusiker Boy George. Leigh Bowerys exzentrische Darbietungen zwischen Performance, Mode und Musik stellen bis heute eine Inspirationsquelle für Künstler und Modedesigner dar. Die Ausstellung "Xtravaganza“ stellt das Lebenskunstwerk Bowery vor. Außerdem sind Werke von Künstlern und Designern wie Lucian Freud, Padhi Frieberger und Rudi Gernreich zu sehen. MD

Kunsthalle Wien, bis 3.2.


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