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Auf einen Drink mit Mousse T

partytimer | aus FALTER 05/13 vom 30.01.2013

Mit 16 haben wir noch nicht Tocotronic gehört. Wir hatten keine Punk-Phase, keine Hip-Hop-Ambitionen und Techno fanden wir meist nervig, leider. Furchtbare Dinge sind stattdessen passiert: Kosheen Mögen, Bacardi Breezer Trinken, Glitzerleibchen Tragen. Irgendwann tauchte Mousse T auf: "Horny“ über Napster heruntergeladen, auf eine Minidisc gespielt und an einem Wochenende ausgezogen, um ihn als DJ im Volksgarten zu bewundern. Neu war dort, nach ersten zaghaften Flexbesuchen, nicht nur die funkelnde Sterilität des Clubs, neu waren auch die abschätzigen Blicke der Mädchen auf dem Klo und das Schulterzucken, mit dem der Star der Nacht die Platten auflegte, um gleich wieder mit seinen Freunden zu plaudern. Es war ein kleiner Schock. Heute wissen wir vieles besser. DJs haben nun mal gute und schlechte Abende, Mousse T führt nach wie vor ein erfolgreiches Label für funky Soul, Disco und House, die hässlichen Shirts sind in Kisten verbannt. Vielleicht mag man einen alten Bekannten einmal


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