Musiktheater  Kritik

Ein armes Aschenbrödel statt einer Rossini-Diva

Lexikon | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Pummelig und bebrillt soll sich die Debütantin zur großen "La Cenerentola“ wandeln, die am Ende zur Gemahlin des Fürsten der italienischen Hummerrepublik wird. Dazu braucht es eine wirkliche Diva vom Zuschnitt einer Baltsa oder einer Bartoli, die Tara Erraught (noch) nicht ist. Ein musikalisches Feuerwerk entfacht auch Dirigent Jesús López-Cobos nicht. Sven-Eric Bechtolf, der Otto Schenk von heute, liefert eine Inszenierung, die niemand aufregt. Sie bedient Buffa-Klischees, gewandet den Herrenchor in Frauenkleider, lässt Don Ramiro mit schicken Oldtimern fahren (und den Diener die Karosserien putzen) und ist stellenweise doch nur Rampentheater. Wie tiefsinnig machte das Achim Freyer doch an der Volksoper! Gesungen wird gut.

HR

Staatsoper, So, Do 19.30


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