Kunst  Kritik

Ein Monument für den Großbuchstaben A

Lexikon | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Heinrich Dunst: "Rar“, 2012

Das Werk des Wiener Künstlers Heinrich Dunst ist eine Mischform aus experimenteller Lyrik, Malerei und Skulptur. Buchstaben werden zu Objekten, ein "A“ hat die Größe einer Maueröffnung. Auf einer monochromen Leinwand ist die Bezeichnung "Abb. 3“ zu lesen; hier treten die Ecken und Rundungen der Typografie deutlich hervor. In der Ausstellung "About A B order“ spielt der Künstler seine formalen Möglichkeiten aus. Er arrangiert aus billigen Materialen gemachte, geometrisch geformte Objekte zu Ensembles, die man als (sakralen) Sockel oder einfach als banales, zur Seite gelegtes Zeug interpretieren kann. Ein weiterer Raum verändert sich durch einen pinken Bodenbelag aus Kunststoffschaum, eine weitere Irritation des gediegenen Altbauambientes. Irgendwie lässig. MD

Galerie Nächst St. Stephan, bis 9.3.


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