Der Staat im Staate des Ski-Napoleon


Kommentar: Johann Skocek
Falter & Meinung | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Die Ski-WM in Schladming steht im Zeichen der Symbiose von Kameralistik, Monopolwesen und Neoliberalismus

Die öffentliche Hand muss sparen, kürzt Budgets für Bildung, Gesundheit, öffentliche Sicherheit und andere. Alle Bereiche der staatlichen Verwaltung? Nein, ein kleines Dorf leistet hartnäckig Widerstand. Es hat keine Postleitzahl, sondern zieht wie ein Nomadenstamm durchs Land. Zurzeit residieren seine Bewohner in Schladming. In den zwei Wochen der Ski-WM (4. bis 15. Februar) feiern sie ausgelassen ihre Unabhängigkeit.

Das Dorf heißt Spitzensport, und die öffentliche Hand garantiert seinen Bewohnern ein sorgenfreies Leben. Die Grundversorgung ruht auf dem Monopol der Dachverbände Askö (SPÖ) und Sportunion (ÖVP), des neutralen ASVÖ und der beiden übermächtigen Fachverbände für Fußball (ÖFB) und Skisport (ÖSV). Das jüngst im Nationalrat beschlossene neue Sportfördergesetz des Bundes hat daran nichts geändert.

Die Verfilzung von Sportverbänden mit Parteipolitik sorgt

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