Kontra

Endkampf des Herrenwitzes

Politik | Aufschrei: Uwe Mattheiß | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Zwei Männer gegen den Sexismus: Über die verlorene Sache der Männerbünde und die noch längst nicht verlorene Sache der Machtverteidiger #Aufschrei

Die neuerliche Sexismusdebatte ruft auch die falschen Verteidiger der Lüste wieder auf den Plan: Nur keine Prüderie! Was darf man denn jetzt noch? Als ob nicht jeder psychisch halbwegs gesunde Mensch über 15 ganz gut wüsste, was sich ziemt in der Annäherung ans andere Geschlecht oder auch an das eigene. Der Grapscher nimmt sich einfach heraus, das zu ignorieren. Das gelingt nur auf einem Terrain, das von den Sanktionen einer aufgeklärten Gesellschaft, die die psychische und körperliche Integrität ihrer Mitglieder schützt, nicht erreicht wird.

Der Herrenwitz ist kein Witz, sondern die oberflächliche Markierung eines Machtraums, der nicht einfach verschwindet, wenn keine Frau da ist, die blöd anzumachen wäre. Sexismus und männliche Vorherrschaft gehören zusammen. Abwehr und Abwertung der abwesenden Frau ist der (Sch-)Leim, der


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