Lechners Revanche


Benedikt Narodoslawsky
Politik | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Markus Lechner hat einen Weg gefunden, wie er von seiner Spielsucht loskommt: Er kämpft nun gegen den Glücksspielkonzern Novomatic

Ende der 1990er-Jahre in Mönichwald, einem kleinen Nest im oststeirischen Joglland: Markus Lechner wirft im Wirtshaus zum ersten Mal 100 Schilling in einen Spielautomaten. Dingdingding, Früchtebonus. Aus 100 Schilling werden 1000. Der 15-jährige Schüler hat in wenigen Minuten mehr gewonnen, als er in den vergangenen vier Monaten an Taschengeld bekommen hat. Markus Lechner steckt die Geldscheine ein. Er glaubt, es sei sein Glückstag.

Ende Jänner 2013 in Wien, Markus Lechner hat Schulden. Er sagt, es seien derzeit rund 50.000 Euro. Sein halbes Leben hat er vor Automaten gesessen. Im Büro des Österreichischen Hilfsvereins für Spielsüchtige erzählt er nun seine Geschichte, die zwei seiner engsten Angehörigen dem Falter später getrennt voneinander bestätigen werden. Sie soll anderen Spielern Hoffnung geben. Und sie soll den Leuten, die nichts von dieser

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