Zu groß für das kleine Österreich

Politik | Rezension: Franz Kössler | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Die Autobiografie der Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi zeigt das Leben einer stets Suchenden, die längst ihren Weg gefunden hat

Es sind die Brüche und die Widersprüche, persönliche und historische, die ein Leben spannend machen. Es gibt nur wenige Zeitgenossinnen, die so viele von ihnen zu bieten haben wie Barbara Coudenhove-Kalergi.

Als Journalistin ist sie über die Grenzen Österreichs hinaus für ihre intellektuelle Aufgeschlossenheit und menschliche Sensibilität bekannt, mit denen sie die Themen der Zeit angeht, von den politischen Umwälzungen in Osteuropa bis zu ihrem derzeitigen Engagement zu Fragen der Migration und Integration in Österreich. Anhand ihrer Erinnerungen, die jetzt erscheinen, kann man ihren Weg nachvollziehen.

Als Kind erlebt sie noch die untergehende Welt der böhmischen Aristokratie, mit ihren Eltern in Prag und auf dem Schloss der Großeltern. Nationale Kategorien sind bedeutungslos, man ist gewissermaßen genetisch zur Weltoffenheit bestimmt. Die Coudenhove


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