Ein Mord vor 100 Jahren: der Tod des Ottakringer Volkstribuns

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Nachdem Franz Schuhmeier am Wiener Nordwestbahnhof erschossen worden war, zogen bei seiner Beerdigung 250.000 Arbeiter durch Ottakring. Vor 100 Jahren, am 11. Februar 1913, fiel der 49-jährige Volkstribun Schuhmeier einem Attentat zum Opfer; der Mörder: Paul Kunschak, der geistig verwirrte Bruder des späteren ÖVP-Nationalratspräsidenten Leopold Kunschak.

Anlässlich seines 100. Todestages ist dem ersten roten Gemeinderat Wiens im "Waschsalon Karl-Marx-Hof“ eine Hommage gewidmet. Schuhmeier war ein Kind der so armen wie wilden Ottakringer Vorstadt; ausgestattet mit großem rhetorischem Talent, agitierte der äußerst populäre Politiker gegen Kinderarbeit und für die Rechte der Arbeitslosen.


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