Die neuen Parteien wählten ihre Kandidaten in Violett und Magenta


Benedikt Narodoslawsky

Politik | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Auf dem Neuen Platz in Klagenfurt hämmert Günter Egger mit einer Spitzhacke auf einen blauen Stein, hinter ihm liegt der Klagenfurter Lindwurm, das Wahrzeichen der Stadt. Egger ist Kärntner Pirat, den Stein hat er aus der FPK-Parteizentrale herausgelöst. Für ihn symbolisiert der Stein die politische Unkultur im Land. Er will sie zertrümmern.

Kärnten ist im Wahlkampf. Es ist wohl kein Zufall, dass die Piraten ihre Bundesversammlung am vergangenen Wochenende daher in Klagenfurt abhielten, um der Kärntner Landespartei Rückenwind zu verschaffen. Gewählt wurde dort nun der Kapitän für die Nationalratswahl. Der 26-jährige Elektroniker Mario Wieser aus Oberösterreich geht als Spitzenkandidat der violetten Partei in die Wahl, als Nummer zwei steht der steirische Piraten-Chef Philip Pacanda hinter ihm.

Auch die magentafarbene Partei Neos stellte vergangene Woche ihre ersten Kandidaten vor: Neben Parteigründer Matthias Strolz kandidieren Beate Meinl-Reisinger und Nikolaus Scherak. Das Neos-Wahlsystem ist neu: Bewerben kann sich jeder Bürger, auch ohne Parteimitgliedschaft. Im März gibt es ein Hearing mit allen Bewerbern, die wiederum von anderen interessierten Bürgern online nominiert werden.

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FALTER 16/19
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