Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Er raucht immer, wenn er aufgeregt ist“, sagte in der letzten "Tatort“-Folge die Kommissarin Klara Blum über einen Tatverdächtigen, der von dem Schauspieler Ronald Zehrfeld gespielt wurde. Diese Beobachtung klang etwas unglaubwürdig, denn dem Publikum kann nicht entgangen sein: Zehrfeld raucht immer.

Letzte Woche pofelte er sich in "Mord in Eberswalde“ als Kommissar durch die DDR, vor zwei Jahren produzierte er in Dominik Grafs "Im Angesicht des Verbrechens“ so viel blauen Rauch, dass man meinte, er wollte den Tageskonsum russischer Mafiakiller in den Schatten stellen. Die Eigenart dieses Schauspielers fällt allein schon deshalb auf, weil in Filmen kaum jemand mehr raucht, es sei denn, man möchte die Verruchtheit mordlustiger Cowboys oder männertötender Divas in Erinnerung rufen. Woher Zehrfeld den Freibrief hat, sich über alle Rauchverbote hinwegzusetzen? Denn Achtung: Rauchen kann tödlich sein.


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