Pubertät auf höchstem Niveau


Porträt: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Das Kollektiv Monochrom huldigt seit zwei Jahrzehnten der Kunst des Dilettantismus. Nach dem Internet und dem Theater erobert es nun das Kino

Den Künstlern der Gruppe Monochrom passiert es immer wieder, dass sie nicht ganz ernst genommen werden. Etwa dann, wenn einer von ihnen in einer Uniform der Roten Armee mit einem niederösterreichischen Gendarmen über die Frage diskutiert, ob Unterzögersdorf zur Sowjetunion gehört. Oder wenn betrunkene Death-Metal-Fans den Auftritt einer Band erwarten und stattdessen einen Vortrag mit Overheadprojektor serviert bekommen; ein Bierflaschenwurf war der Applaus. Auch der Gendarm ließ sich nicht überzeugen, er rief schließlich: "Des san Trotteln. Gemma wieda!“

Johannes Grenzfurthner nennt solche Missverständnisse Kontexthacking und meint damit das Brechen von Erwartungen, die an bestimmte Umstände geknüpft sind. In anderen Worten: Die Kunstpiraten von Monochrom lieben es, Perlen vor die Säue zu werfen - oder Säue vor die Perlen.

Das weite Feld

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