Der Buckel ist natürlich prima

Feuilleton | Porträt: Jürgen Bauer | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Der Choreograf Raimund Hoghe wirft in seinen Stücken den eigenen Körper in den Kampf

Es ist schwer, jemanden zu porträtieren, der es in der Kunst der Menschenbeschreibung selbst zu solcher Meisterschaft gebracht hat. Denn obwohl Raimund Hoghe seit über 20 Jahren als Choreograf Erfolge feiert, hat er einmal gemeint: "Journalismus ist mein Beruf.“

Der 1949 in Wuppertal geborene Künstler verfasste unter anderem für die Zeit berührende Porträts von Prominenten und Unbekannten, Künstlern und Außenseitern, wobei er mit jedem seiner Texte immer auch ein wenig über sich selbst schrieb. Früh hatte sich bei Hoghe eine Skoliose entwickelt, die seine Wirbelsäule verschob und seinen Rücken langsam krümmte. "Der Buckel“ hieß denn auch ein filmisches Selbstporträt, das er 1997 im Auftrag des WDR realisierte, und es war dieser Buckel, der sein Leben und Werk von Beginn an prägen sollte.

Als Pina Bausch ihn in den 80er-Jahren als Dramaturgen an ihr Tanztheater Wuppertal holt, erlebt Hoghe


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