Sie nannten sie Mücke

Feuilleton | Krankengeschichte: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Carmen Stephan lässt ihren außergewöhnlichen Debütroman "Mal Aria“ von einem Moskito erzählen

Die Geschichte der Malaria ist eine Geschichte der falschen Annahmen. Das spiegeln schon die italienischen Wurzeln des Namens wider. Mal’ Aria, böse Luft. Früher dachtet ihr Menschen, dass faulige Dämpfe aus den Sümpfen aufsteigen und durch den Atem in eure Körper eindringen. Es zeigt nur, dass ihr nicht die geringste Ahnung hattet.“ Hier spricht ein Moskito. Wenn eine Mücke über die Malaria und die von Irrtümern gekennzeichnete Geschichte ihrer Erforschung referiert, befindet man sich fraglos in einem besonderen Buch.

Obendrein handelt es sich nur sehr am Rand um ein Sachbuch, das die deutsche Autorin Carmen Stephan geschrieben hat, sondern in erster Linie um einen - so gewitzt konstruierten wie existenzielle Fragen berührenden - Roman, in dem der Verlauf einer fatal spät diagnostizierten Malariaerkrankung nachgezeichnet wird.

Und das kam so: Die aus Bayern stammende Stephan,


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