Na bitte, geht doch: Eine Anthologie zeigt, wie man über Skifahren schreiben kann

Feuilleton | Buchbesprechung: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Obwohl der Skisport in Österreich ein Massenphänomen ist, wird er von den heimischen Autoren - anders als Fußball - ignoriert. Ist Skifahren literarisch vielleicht einfach kein ergiebiges Thema? Die Anthologie "Ski-Spitzen“ tritt den Gegenbeweis an.

23 Autorinnen und Autoren schreiben darin übers Skifahren, darunter Schriftsteller, Journalisten und Kabarettisten. Durchmischt sind auch Themen und Formate der Texte. Mike Supancic macht sich in 20 deftigen Gstanzln einen Reim auf die Auswüchse des Wintertourismus, Robert Seeger junior berichtet in seinem Beitrag "Der Norwegerpullover und ich“ über das Leben mit einem Vater, der in den Wintermonaten nur als Stimme aus dem Fernseher präsent war.

Auch andere Beiträge führen zurück in die Kindheit der Autoren, man erinnert sich an große (Piero Gros) und weniger berühmte (Christian Orlainsky) Rennläufer vergangener Zeiten; auch der längst vergessene Schweizer Weltcuport Ebnat-Kappel wird heraufbeschworen.

Die identitätsstiftende


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