Neue Sachbücher Kurz besprochen: Sehen und Gesehenwerden

Feuilleton | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Intermedialität

Anne-Kathrin Hillenbach: Literatur und Fotografie. transcript, 276 S., € 34,80

Wie kommt das Foto in den literarischen Text und umgekehrt? Inwiefern bewegen sich beide Medien zwischen Narrativität und Visualität, Authentizität, Indexikalität und Fiktionalität? Was bewirkt ihre Zusammenführung? Anne-Kathrin Hillenbach versucht in einer heterogenen Schau ausgewählter Foto-Text-Projekte, von W. G. Sebalds Erzählband "Die Ausgewanderten“ (1992) bis zur Comicreihe "Le Photographe“ (2003-2006), Intermedialitätsanalysen nachzuschärfen, was ihr nur teilweise auf überzeugende Weise gelingt.

Verdienstvoll ist die Bezugnahme auf Fotomontagen in Comics, der "umgekehrte“ Blick auf die Integration literarischer Texte in Fotografien sowie die Einordnung der Beispiele in den Kontext von Erinnerungs- und Gedächtniskultur. Das theoretische Grundlagenreferat aber bleibt oberflächlich. Bedauernswert ist auch die Unzulänglichkeit des Lektorats (zentrale Texte sind inkorrekt

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