"Zwischen Bahnsteig und U-Bahn-Tür ist ein Spalt“

Stadtleben | Textanalyse: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

An die weibliche Stimme in der U-Bahn haben wir uns schon gewöhnt. Aber was sagt die Neue da eigentlich genau?

Die U-Bahn hat einen neuen Sound. Mehr als 40 Jahre lang wurden die Passagiere der Wiener Linien vom onkelhaften Franz Kaida durch ihren Alltag begleitet. Seit Anfang des Jahres spricht die kühle Schauspielerin Angela Schneider zu ihnen. Zunächst nur in der U-Bahn, bald auch in Bussen und Straßenbahnen.

Bei Kaida konnte man noch meinen, der Fahrer selbst würde zu einem sprechen. Mit Fräulein Schneider ist diese Illusion nicht mehr aufrechtzuerhalten. Man hört das Tonstudio, in dem ihre freundlich-neutral gehaltenen Ansagen eingespielt wurden. Mit der Stimme der Wiener Linien wurden auch die Texte erneuert. Manches ist jetzt besser formuliert, manches schlechter als bisher. Der Falter hat sich die neuen Sätze genau angehört.

"Steigen Sie nicht mehr ein!“

Das Erste, was der U-Bahn-Benützer jetzt zu hören bekommt, ist ein Befehl. Das ist eine klare Ansage und somit ein echter


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