Theater Kritik

Eine hochprozentige Schwab-Inszenierung

LEXIKON | SARA SCHAUSBE RGE R | aus FALTER 06/13 vom 06.02.2013

Wie schon in der Uraufführung vor 20 Jahren ist Rainer Frieb nun wieder der Hundsmaulsepp in Werner Schwabs "Mein Hundemund". Der Weltschmerz hat sich tief in den "Drecksepp" hineingefressen, und das Elend ist jedem einzelnen Wort dieser konzentrierten Inszenierung eingeschrieben. Die Bühne ist dunkel, zwischen Kirchenbänken werden die Stimmen niemals laut. Helene Vogels Regiearbeit ist von Alkohol durchtränkt, der Schnapsflasche in Friebs Händen kommt die maximale Aufmerksamkeit zuteil, während er sich flüsternd den Mund fusselig redet, die Frau (Susa Meyer) und den Sohn (Jan Sabo) kaum beachtet. Meyer beeindruckt in ihrer Sprachlosigkeit, so wie die Inszenierung durch Minimalismus und Understatement besticht.

Volkstheater, Schwarzer Salon, Sa 19.30


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