Nachrichten aus dem Inneren

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Die Redaktion erklärt sich selbst

Hin und wieder binde ich mir am Dienstag eine Krawatte um, wodurch es mir hin und wieder gelingt, Barbara Tóth zu beeindrucken, die mich fragt, ob die von Paul Smith sei, wohingegen mir Ingrid Brodnig mit hoher Verlässlichkeit die Frage stellt, warum (um alles in der Welt) ich eine Krawatte trüge, worauf wiederum ich die Gelegenheit habe zu sagen: "Weil es mir ein tägliches Fest ist, mit euch arbeiten zu dürfen.“

Das ist am Dienstag auch fast nicht gelogen. Am Donnerstag bin ich meist nicht ganz so festlich gestimmt, denn am Donnerstag brauchen die Kolleginnen und Kollegen aus dem Politbüro regelmäßig eine Dreiviertelstunde, um der Chefin vom Dienst den nächsten Politikteil in den Seitenspiegel zu diktieren. Das ist unter anderem deswegen so, weil Florian Klenk abwechselnd ausführliche Anekdoten zu erzählen und exzessive Exkurse zur Amstettner Gutturalartikulation zu halten pflegt, nur um zwischenzeitlich die Kollegenschaft aufzufordern, doch bitte zügig voranzumachen, er habe schließlich viel zu tun. Und noch bevor Christopher Wurmdobler Zeit hat, seine Anekdote zu erzählen, hat Klenk das Sitzungszimmer verlassen.

Wurmdobler hat jetzt übrigens keinen Weird-Folk-Bart mehr, sondern ein gut getrimmtes Etwas, das er anstelle einer Fusselfräse zur Pflege der massiven Wollteile verwendet, die er zurzeit zu tragen beliebt. Gepp und Narodoslawsky haben ebenfalls Haare im Gesicht, aber jemand hat gemeint, das sei kein Bart, die beiden hätten bloß aufgehört, sich zu rasieren.


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