Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Herausgebers

Wolfgang Fellner und Karl Petrikovics, zwei Männer als Ausdruck einer Epoche

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Berichte wie jener auf Seite 10 lassen einen über das Kulturphänomen Wolfgang Fellner nachdenken. Als man meinte, der Tiefpunkt sei ununterschreitbar, hat Fellner unter dem Anschein einer gewissen Modernität die publizistischen Sitten weiter ruiniert. Der Mann hat Österreich ungut geprägt. Er hat unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die Politik und das Kartellgericht dazu gebracht, den Magazinmarkt zugunsten des damals von ihm beherrschten News-Oligopols zu ruinieren. Er hat im Zuge dieses Deals auch das Nachrichtenmagazin Profil beschädigt, indem er es in die News-Gruppe trieb, wo es nicht hingehört. Er hat als Krönung einer Reihe unsäglicher Blätter die unsägliche Zeitung Österreich gegründet.

Was man ihm zugute halten muss, verschärft in meinen Augen den Fall gegen ihn: Er hat in all seinen Produkten Österreich (das Land) erfasst, bewegt und zum Ausdruck gebracht. Er hat Prominenz ausgeteilt und gegen Werbedeals getauscht. Er hat mit Bankenhilfe Reichweite gekauft, um


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