Kommentar Neueste Rechte

Der Rechtsextremen neue Kleider: Wir sind jetzt Identitäre

Falter & Meinung | Barbara Tóth | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Die Wiener Votivkirche war ein Nicht-Ort. Manchmal hing ein gigantisches Werbetransparent vor der Kirche, manchmal gastierte ein Gospelchor. Und jetzt? Kristallisieren sich rund um die Kirche eine ganze Reihe von Verschiebungen im öffentlichen Diskurs heraus. Nicht alle sind gut.

Zuerst wurde die Votivkirche zum Symbol für den Protest jener knapp 50 Pakistani, die mit phasenweisem Hungerstreik seit Wochen verzweifelt für ihr Bleiberecht demonstrieren. Flüchtlinge, die für sich selbst das Wort ergreifen, das ist ein guter und wichtiger Paradigmenwechsel in Österreichs Flüchtlingspolitik, die sehr lange vom sanften Autoritarismus karitativer Organisationen geprägt war.

Mit den Flüchtlingsunterstützern, die sich Refugee-Aktivisten nennen, tauchte ein weiterer, neuer und für manche mindestens genauso irritierender Akteur auf wie die sich selbst ermächtigenden Flüchtlinge. Die Unterstützer bleiben ohne Sprecher, ohne Gesicht und existieren vor allem in den Weiten des Netzes. Mit


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