Dolm der Woche  Wertungsexzess

Gerhard Dörfler

Politik | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Wenn ein Landeshauptmann zu einer Pressekonferenz in den Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung lädt, um den obersten Personalvertreter seines Hauses als Porno-Schmutzfink zu vernadern, dann muss Faschingszeit sein, oder Wahlkampf - oder, besonders gefährlich, beides.

Was auf den ersten Blick als Klagenfurter Narrenstreich fast zum Schmunzeln einlädt, erweist sich bei näherem Hinsehen als ebenso brutaler wie offener Machtmissbrauch eines Landeshauptmanns und als grober Verstoß gegen die Unschuldsvermutung.

Dörfler konnte weder während noch nach seiner Pressekonferenz einen konkreten Beweis für seine Behauptung vorlegen, Personalvertreter Gernot Nischelwitzer habe via E-Mail Pornomaterial an Arbeitskollegen versendet. Und dass Nischelwitzer bei der Landtagswahl für die SPÖ antritt, ist bestimmt nur Zufall. Lei, lei!


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