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Was ist dran am Triumphzug, Herr General Entacher?

Politik | Interview: Joseph Gepp | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Zur Pensionierung im März wollte sich Österreichs Generalstabschef Edmund Entacher einen "Triumphzug“ in der Maria-Theresien-Kaserne gönnen, meldet die Kronen Zeitung. Um insgesamt 110.000 Euro wären Panzerkolonnen, 600 Soldaten und sogar zwei Eurofighter am General vorbeiparadiert. SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos - bekanntermaßen nicht Entachers bester Freund - unterband angeblich das Spektakel.

Herr Entacher, was ist dran an der teuren Militärparade rund um Ihre Verabschiedung?

Nichts. Über solche Zahlenspiele will ich mich nicht äußern. Eine Parade war nie vorgesehen.

Und was war dann vorgesehen?

Vorgesehen ist nach wie vor ein Festakt am 22. März, um 10.30 Uhr. So etwas ist national und international üblich bei Verabschiedungen. Nach dem Festakt wird es einen Empfang mit Löffelgerichten aus der Truppenküche geben.

Woher kommen dann die Informationen über die angebliche Parade?

Wir im Generalstab sandten ein Schriftstück ans Kabinett Darabos. Darin war neben Festakt und Löffelgerichten auch eine Defilierung vorgesehen. Es wurde diesbezüglich aber nichts befohlen. Es wurde lediglich vereinbart, den Ablauf der Veranstaltung noch genauer zu besprechen.

Also war doch eine Parade angedacht?

Nein, bei einer Defilierung wäre nur die Truppe vorbeimarschiert. Alles weitere, zum Beispiel die Eurofighter, stand nur als Möglichkeit im Raum. Da gab es auch Gespräche zwischen dem Kabinett und meinen Mitarbeitern. Aber wir haben entschieden, dass die Defilierung nicht stattfindet.

Wie viel wird der Festakt kosten?

Nicht viel. Er beginnt um 10.30 Uhr, also fallen keine Überstunden an. Die einzigen Mehrkosten sind einige Dienstreisen und die Löffelgerichte.

Wie viel ist das?

Das weiß ich nicht genau.


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