Der Musikant als Spekulant

Politik | Bilanz: Wolfgang Zwander | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Niederösterreichs Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka will 800 Millionen Euro verdient haben, wo alle außer der ÖVP eine Milliarde Verlust sehen

Im niederösterreichischen Wahlkampf ist keine Zeit für lästige Fragen. Im Büro von Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka macht man sich nicht einmal mehr die Mühe, Gesprächsansuchen zu beantworten.

Der Grund für das Schweigen liegt nahe: Glaubt man namhaften Gutachtern wie Thomas Keppert und Bernhard Vanas, dem Rechnungshof und allen niederösterreichischen Oppositionsparteien, dann hat das ÖVP-regierte Land im vergangenen Jahrzehnt mit Spekulationsgeschäften eine Milliarde Euro verzockt. Die Darstellung des Zahlmeisters der niederösterreichischen ÖVP, Finanzlandesrat Sobotka, klingt anders: Laut ihm brachten die Geschäfte mit dem öffentlichen Geld keinen Verlust, sondern 800 Millionen Euro Gewinn.

Wessen Version stimmt? Bei der Landtagswahl am 3. März wird es nicht zuletzt diese Frage sein, die den Wahlausgang entscheidet.


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