"Wir sind eine bedrohte Spezies“

Medien | Interview: Ingrid Brodnig | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Der investigative Journalismus und die Kontrolle im Staat ist gefährdet. Ein Gespräch mit T. Christian Miller, Reporter der preisgekrönten US-Rechercheplattform ProPublica

Wenn wir uns gründliche Recherche nicht mehr leisten, wird den Mächtigen nicht mehr auf die Finger geschaut. Davor warnt T. Christian Miller, der den Niedergang der amerikanischen Zeitungsbranche miterlebte und nun Senior Reporter bei ProPublica ist, einer amerikanischen Rechercheplattform, die bereits den Pulitzerpreis erhalten hat. Sie finanziert sich rein über Spenden. Kann so die Zukunft des Journalismus aussehen?

Falter: Herr Miller, Sie bezeichnen investigative Journalisten als bedrohte Spezies. Warum denn das?

T. Christian Miller: Medienhäuser nehmen mittlerweile viel weniger Geld ein als früher, das ist in den USA genauso wie im Rest der Welt. Die Anzeigenerlöse sind gesunken, Reporter verlieren ihren Job. Unter den ersten Gekündigten sind auch immer investigative Journalisten, weil ihre Arbeit sehr teuer


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