"Das sind alte Säcke“

Feuilleton | Interview: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Eva Menasse über die Macht des Blicks, ihren fesselnden Roman "Quasikristalle“, die Brüderles dieser Welt und über das Verhältnis zu Wien und zu ihrem Bruder

Woraus setzt sich die Biografie eines Menschen zusammen? Die Autorin und ehemalige Journalistin Eva Menasse erzählt in ihrem Roman "Quasikristalle“ von einer Frau, ohne die Unebenheiten ihres Lebens zu begradigen. Das Buch, das auf den Roman "Vienna“ und die Erzählsammlung "Lässliche Todsünden“ folgt, darf als einer der Romane der Saison gelten.

Falter: Frau Menasse, Sie leben seit zehn Jahren in Berlin. Wie hat sich Ihr Blick auf Wien verändert?

Eva Menasse: Mit der Distanz wird der Blick klarer. Wenn ich heute nach Hause komme, will ich mit meinem Vater gar nicht mehr über Politik diskutieren. Was jetzt der Strasser genau im Gerichtssaal gesagt hat, interessiert mich im Detail nicht mehr. Ich habe eine Tiroler Freundin, die schon viel länger in Berlin ist. Im Vergleich zu der kann ich mich noch sehr über die österreichischen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige