Tausche Papier gegen Öl

Feuilleton | Analyse: Matthias Dusini | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Das Leopold-Museum ließ Meisterwerke von Egon Schiele versteigern. Darf es das überhaupt?

Der Sammler Rudolf Leopold hielt nicht viel von jenen Erben, denen in der Nazizeit geraubte Kunstwerke zurückerstattet wurden. Als etwa die ins Exil geflüchtete Familie Rothschild vom Kunsthistorischen Museum eine Reihe von Objekten zurückbekam und sie kurz darauf in einem Auktionshaus versteigern ließ, meinte der inzwischen verstorbene Museumsgründer: "Es geht diesen Leuten nur ums Geld.“

Doch nicht nur die Rothschilds versilbern Teile ihrer Familiensammlung. Am 5. Februar kamen bei Sotheby’s in London drei Grafiken von Egon Schiele unter den Hammer - aus der Stiftung Leopold. Ein Paarporträt erzielte 9,2 Millionen Euro, ein Selbstporträt 5,9 Millionen, eine Aktzeichnung 1,2 Millionen Euro, macht inklusive Aufschläge 16,3 Millionen. "Unsere Rechnung ist voll aufgegangen“, freut sich Rudolf Leopolds Witwe Elisabeth Leopold.

Bei zwei der drei verkauften Objekte handelt es sich um Spitzenwerke


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