Stadtrand Urbanismuskolumne

Wenn’s vor dem Spielplatz raucht

Stadtleben | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Die Stadt ist doch kein Aschenbecher. Deshalb haben die netten Leute von der MA 48 vor einiger Zeit an städtischen Mistkübeln Rohre angebracht, in denen Raucher ihre Tschickstummel entsorgen können. Damit Raucher das auch wissen, sehen die Rohre aus wie riesige Zigaretten. Und diese Zigaretten qualmen manchmal auch wie blöd - wenn jemand seinen Rauchabfall vor dem Entsorgen nicht ausgelöscht hat. Solche Rauchwölkchen sehen einerseits zwar sehr hübsch aus, wie sie so lustig aus den Monsterzigaretten dampfen. Andererseits nervt der Gestank sogar im Freien. Nämlich nicht nur die hysterischen Nichtraucher.

Bizarr wird’s allerdings, wenn die rauchenden Stahlzigaretten nicht nur an den Mistkübeln bei Straßenbahnhaltestellen vergnügt vor sich hinglühen, sondern auch an den Zäunen von öffentlichen Kinderspielplätzen. Was soll das denn? Will man den lieben Kleinen mit dem lustigen Riesentschick gleich auf Augenhöhe begegnen? Oder rauchende Eltern zum Verzicht ermahnen? Ist ja wieder typisch. Aber Kaugummizigaretten verbieten ...


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