Schwert, Schild und Mordaxt

Stadtleben | Reportage: Christoph Heshmatpour | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Irgendwas zwischen Kampfsport und Ritterspiel - das ist historisches Fechten

Beim improvisierten Empfang sitzt ein Mann an einem Schreibtisch. Er hat eine marineblaue Schiffchenmütze auf dem Kopf und trägt eine abgewetzte olivgrüne Militärjacke. Ein bisschen erinnert sein Aufzug an die wild zusammengewürfelten Fantasieuniformen, die Angehörige afrikanischer Rebellenarmeen in TV-Dokumentationen tragen. Er unterhält sich mit einem langhaarigen Mittzwanziger, der ein mächtiges Schwert auf seinen Rücken geschnallt hat. So sehen also Leute aus, die historisch Fechten.

In den Turnhallen des TGM in Wien Brigittenau hat am vergangenen Wochenende das nach Eigenangaben "größte historische Fechtevent Europas“, vielleicht sogar der Welt, stattgefunden. Veranstaltet wird es von den Liechtenauer Fechtern, dem größten einschlägigen Verein Österreichs.

Historisches Fechten ist eine Sportart, die sich der Nachahmung mittelalterlicher Kampftechniken verschrieben hat. Gekämpft wird mit Schild,


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