Werner, reich mir doch den Whiskey!

Steiermark | Kritik: Tiz Schaffer | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Die Musikerin Monica Reyes möchte Schnaps trinken und "schmusen“ und hat damit Erfolg. Ist das alles, was sie will?

Als der Falter das Gespräch mit Monica Reyes (32) führt, ist sie gerade in Berlin - ihr Zweitwohnsitz neben Wien - und hat sich schon für die Eröffnung der Berlinale zurechtgemacht. Reyes ist nicht nur Musikerin, sondern auch Schauspielerin. Das Berliner Filmfestival besucht sie, um Kontakte zu knüpfen. Während also Reyes nach dem Interview an ihrer Schauspielkarriere bastelt, demonstrierte die ukrainische Frauenrechtsgruppe Femen am Rande des Festivals gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Mit solch drastischen Aussagen und Inszenierungen kann Reyes, die in Graz aufgewachsen ist, auf ihrem eben erschienenen Debütalbum "Schmusen“ nicht dienen.

Dennoch sollte man sich, gerade wenn man sich das Video zu "Schmusen“ anschaut - der tangoeske Song führte letzte Woche die FM4-Charts an und gab dem Pop-Chanson-Album den Titel -, nicht zu voreiligen Schlüssen verleiten


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