Fotografie Vernissage

Weiße Dörfler: die Underdogs der Apartheid

LEXIKON | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Die klassische Schwarzweißfotografie ist seit jeher Roger Ballens Medium, und darin reicht er an die ganz Großen heran. Eine mehrjährige Weltreise führte den 1950 geborenen New Yorker erstmals nach Südafrika, wohin er später auswanderte. In seinem Fotoband "Boyhood" versammelte Ballen Schnappschüsse von Straßenjungen. Für Kontroversen sorgten die Fotoserien "Dorps" und "Platteland", die verarmte weiße Dorfbewohner - Nachfahren der Buren -und deren Umfeld festhielt. Die Gesichter jener am Rand der herrschenden Rasse sprechen von Verwahrlosung und Gewalt. Eine Schau im Westlicht zeigtnun 150 Arbeiten. Sie zeigen die spätere Hinwendung des studierten Psychologen zu surreal anmutenden Aufnahmen. Künstlergespräch am 22. Februar um 18 Uhr. NS Westlicht, Do 19.00; bis 28.4.


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