Film Neu im Kino

Herzlos witzige Klamotte: "Quellen des Lebens"

LEXIKON | aus FALTER 07/13 vom 13.02.2013

Oskar Roehler hatte eine schwierige Kindheit, und die hat er zunächst in Form eines Romans und nun eines Films verarbeitet. Vati war Alkoholiker, die schriftstellernde Mutti ist abgehauen, Klein Robert, sein Alter Ego im Film, wächst bei den Großeltern auf: Oma (mütterlicherseits) eine überspannte Villenbesitzergattin, Opa (väterlicherseits) ein Ex-Nazi, der in Gartenzwergen macht. "Quellen des Lebens" will ein Panorama der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft sein, doch unter all den Perücken und der ganzen Theaterschminke (als Opa schießt Jürgen Vogel, nun ja, den Vogel ab) gähnt 173 Minuten lang die Leere einer herzlos witzigen Klamotte. Zugegeben, der Film hat seine Momente, hat Lavinia Wilson und sogar Sonja Kirchberger! - but the laughs are few and far between. MO Ab Fr in den Kinos


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