Verfilmter Schwedenkrimi: "Der Hypnotiseur"

Lexikon | SABINA ZEITHAMMER | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

Stockholm zur Weihnachtszeit: Eine Familie wurde brutal ermordet, nur Sohn Josef überlebte schwer verletzt. Kommissar Joona Linna zieht den Hypnotiseur Erik Maria Bark zurate -er soll den bewusstlosen Teenager verhören. "Der Hypnotiseur", Lasse Hallströms Verfilmung des gleichnamigen Krimis des Autorenduos "Lars Kepler", verknüpft mehrere Geschichten miteinander: Stärker als der Mordfall selbst steht die Beziehung von Erik und seiner Frau Simone (überzeugend zermürbt: Lena Olin) im Mittelpunkt -er ist tablettensüchtig, sie kann ihm eine Affäre nicht verzeihen.

Neben diesem Erzählstrang ist "Der Hypnotiseur" ein stark konstruierter Thriller mit Blutbad zum Einstieg, falschen Fährten in der Mitte und Showdown am Ende. Das mit Spannung gefütterte Publikum sieht lange über kleine Ungereimtheiten hinweg, in der zweiten Hälfte wird es aber zu ärgerlich: Nicht nur entpuppen der Mörder und seine Motive sich als MacGuffin; wenn alles auf dem Spiel steht, geht auch lieber einer alleine los, statt auf Verstärkung zu warten. Und auf dem First der Krimikonstruktion sitzt einsam eine humorvolle Szene als Schlusspunkt.

Ab Fr in den Kinos


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